Blutdruckmessgerät

Zum Blutdruckmessen nicht mehr zum Arzt müssen? Das geht, mit dem richtigen Blutdruckmessgerät für Zuhause!

Aktualisiert am: 20. Mai 2018
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Welches Gerät eignet sich am besten für deine Bedürfnisse? Auf dieser Seite findest du alle Informationen und den Test der besten Geräte
Blutdruckmessgeräte sollen den Blutdruck eines Menschen messen. In Fachkreisen nutzt man hierfür auch die Begriffe Sphygmomanometer, oder vereinfacht ausgedrückt Blutdruckmesser. Verschiedene Methoden der Medizin machen die Messung des Blutdrucks ziemlich präzise. Äußere Einflüsse sollen das Ergebnis möglichst nicht verfälschen und auch die verschiedenen Arten der Messungen lassen entsprechende Auswertungen zu. Die Geräte müssen entsprechende Standards erfüllen, welche wir im Einzelnen unter die Lupe genommen haben.

Blutdruckmessgeräte Testsieger 2018

 
Testsieger
Boso Medicus X

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Omron M500

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Beurer BM 58

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Tediver T3

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Sanitas SBC 22

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Messbereich Oberarm Oberarm Oberarm Oberarm Handgelenk
Messwertspeicher 3 Speicher je 30 Werte 2 Speicher je 100 Werte 2 Speicher je 100 Werte 2 Speicher je 120 Werte 2 Speicher je 60 Werte
Bedienung Tasten LED Knöpfe Touchdisplay Druckknöpfe LCD Display
Strom Batterie Batterie Netzteil Netzteil inkl. EU Adapter Batterien
inkl. Pulsmessung
Mittelwertberechnung
Vor- und Nachteile Universalmanschette, inkl. Blutdruckpass, einfach zu bedienen, hohe Messgenauigkeit, mit XL Manschette kombinierbar, großes Display einfaches Ablesen per LED Ampelanzeige, inkl. Prüfsiegel, erkennt Morgenhypertonie, Intelli Wrap Manschette schönes Design, Touch, Datenübertrag auf PC möglich, spart Strom extra große Hintergrund-beleuchtung, inkl. Tragetasche, schnelle Bedienung, 2 Benutzer-Modus, 2 Jahre Garantie automatische Druckvorwahl und Luftablassfunktion, ideal für Reisen, farbige Einstufung, zeigt Durchschnittswerte aus drei Werten, Medizinprodukt
Arrhythmie Erkennung
Größe Manschette 22-32 cm 22-42 cm 22-30 cm 22-42 cm 13,5-19,5 cm
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Blutdruckmessgerät Test Kriterien

Wer selbst ein Blutdruckmessgerät kaufen möchte, der kann hierzulande eigentlich nicht viel falsch machen. Die meisten Geräte schneiden mit einer sehr zufriedenstellenden Bewertung ab, viele von ihnen mit einem „Gut“ oder mindestens „Zufriedenstellend“. Wenn es allerdings um seine eigene Gesundheit geht, möchte man dennoch keine nur „zufriedenstellenden“ Geräte im Haus haben. Generell lassen sich spürbare Unterschiede der Geräte festmachen, sodass es sich lohnt, die Geräte untereinander zu vergleichen.

Aber wer testet eigentlich die Qualität der Blutdruckmessgeräte?

Zum einen wäre da Stiftung Warentest zu nennen, welche in den vergangenen Jahren 15 Geräte ausführlich unter die Lupe genommen und drei von ihnen mit einem „gut“ bewerten konnten. Auch ÖKO-Test war mit einem ähnlichen Ergebnis am Start, wobei hier schon ein Gerät ein „sehr gut“ erhielt. Viel wichtiger – zumindest unseren Schätzungen zu urteilen – sind die Testergebnisse der Deutschen Hochdruckliga. Sie überprüfen laufend neue Modelle, meist sogar schon kurze Zeit nach Markteinführung. Auch können sich deren Sicherheitsstandards sehen lassen, welche sich im Anschluss mit einer Zertifizierung ausweisen dürfen. Jährlich vergibt die Deutsche Hochdruckliga ein Prüfsiegel.
Grundlegend handelt es sich bei der Deutschen Hochdruckliga um einen gemeinnützigen Verein, dessen Ziel eine bessere Aufklärung über die Gefahren von Bluthochdruck ist. Tests an neuen Geräten werden genau durchgeführt, Informationen und Fortbildungen echter Ärzte herangezogen. Die Anforderungen der Tests sind in Deutschland sogar teilweise höher, als die dort geltenden DIN-Normen. Man testet die Messgenauigkeit, die Bedienbarkeit und viele weitere Faktoren, die dem Endverbraucher letztendlich genaue Aussagen liefern.
Auch wir möchten uns an den Kriterien der strengsten Kontrollen anschließen und ausschließlich Produkte mit besonders guten Noten vorstellen. Folgende Fragen gingen uns bei genauerem Hinsehen und Betrachtung der einzelnen Produkte durch den Kopf:

  • Wie gut ist die Mess- und Wiederholgenauigkeit eines Blutdruckmessgerätes?
  • Wie störanfällig sind die Produkte im Einzelnen?
  • Welche Extras zeigen sich beim Test?
  • Wie sieht es mit der Bedienbarkeit und der Handhabung aus?
  • Wie teuer ist das Gerät?
  • Ist das Blutdruckmessgerät für alle Endverbraucher geeignet?
  • Gibt es eine Gebrauchsanleitung
  • Wie viele Werte werden gespeichert?
  • Gibt es Speicherungen mit Datum und Uhrzeit?

Billige Geräte – Warum sollte man billige Blutdruckmessgeräte meiden?

Generell muss jeder für sich entscheiden, was ein Billigprodukt ist und was nicht. So möchten einige schon keine 20 Euro für ein Blutdruckmessgerät ausgeben, andere würden etwas mehr investieren. Es ist allerdings schon davon abzuraten, allzu günstige Produkte zu kaufen oder generell nur nach dem Preis zu urteilen. Diese sind bekanntlich nach nur wenigen Nutzungen defekt oder ungenau. Wer sein Blutdruckmessgerät also häufiger im Einsatz hat, der sollte sich nicht nach dem günstigsten Modell umschauen, sondern verstärkt auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Wie so oft heißt es auch in diesem Fall: Wer billig kauft, kauft zweimal!

Blutdruckmessgerät

Bluthochdruck ist eine der am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten in unseren Reihen. Sehr viele Menschen laufen mit einem erhöhten Blutdruck durch den Alltag, ohne es zu wissen und ohne sich unwohl dabei zu fühlen. Das Fatale daran ist allerdings, dass man auch diesen Bluthochdruck behandeln sollte, denn von alleine reguliert er sich in der Regel nicht. Wussten Sie, dass der Bluthochdruck eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle oder Herzinfarkte darstellt?
Je höher der Blutdruck eines Menschen, desto verstärkter muss das Herz arbeiten, um alle lebenswichtigen Organe zu versorgen. Ein ständig zu hoher Blutdruck kann infolgedessen erhebliche Auswirkungen auf die Herzmuskulatur haben. So kann sich die linke Wand der Herzkammer verdicken und die Blutzufuhr zum Herzmuskel beeinträchtigen. Nährstoffe und Sauerstoff gelangen nur noch unzureichend in den Blutkreislauf. Das Herz kann seine Arbeit niederlegen oder zumindest dauerhaften Schaden erleiden.
Und nicht nur das Herz ist schließlich betroffen, auch umliegende Gefäße nehmen Schaden. Es kommt zu Gefäßverkalkungen und im schlimmsten Fall zu einem Gefäßverschluss. Schlaganfall, Einschränkungen der Nierenfunktion, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen in den Beinen, eine dauerhafte Herzmuskelschwäche und Herzinfarkte, um nur einige Folgen eines erhöhten Blutdrucks zu nennen.
Ab einem Alter von 50 Jahren ist es sinnvoll, mit Hilfe eines Blutdruckmessgerätes, regelmäßig seinen Druck im Blut zu überprüfen. Eine gesunde Ernährung und Bewegung im Alltag tragen letztendlich dazu bei, dass der Mensch gesund bleibt. Jetzt ist die Anschaffung eines Blutmessgerätes natürlich sinnvoll, schließlich möchte man nicht ständig zu einem Arzt laufen, um seinen Blutdruck messen zu lassen. Ein Blutdruckmessgerät führt demnach zu einer kontrollierten Gesundheit.

Bluthochdruck Funktion

Ein Blutdruckmessgerät soll den Blutdruck eines Menschen messen, optimal ist dabei ein Verhältnis von 120 zu 80. Unser Herz pumpt täglich rund 7000 Liter Blut durch den Körper, wobei es von Kopf bis Fuß rund 2 Meter Höhe überwinden muss. Die Dicke der Blutgefäße ist dabei unterschiedlich, wobei sehr dickflüssiges Blut an einigen Stellen ziemliche Schwierigkeiten hat.  Tatsächlich kann man sich diesen Kreislauf mittels eines Gartenschlauches vorstellen, denn auch er benötigt einen gewissen Druck.
Der Blutdruck wird in mm und Hg angegeben. Während der Diastole erschlafft der Herzmuskel und das Blut fließt in das Herz hinein. Bei der so genannten Systole kontrahiert der Herzmuskel und das Blut wird aus dem Herzen heraus in die Arterien gepumpt.
Somit arbeitet das Herz ähnlich einer Druck-Saug-Pumpe. Während sich die Herzkammern zusammenziehen, drücken sie frisches und gefiltertes Blut in den Körper, zzgl. Sauerstoff natürlich. Der Herzmuskel erschlafft und verbrauchtes Blut wird wieder in die Kammern gezogen. Der Blutdruck selbst wird aus diesen zwei Vorgängen heraus auch in zwei Werten beschrieben. Im Optimalfall 120 zu 80. Der systolische Wert ist meist Höher, da hier der höchste Druck ausgeübt wird. Der diastolische Wert ist derjenige, der kleiner ist, wobei auch hier ein gewisser Druck immer gegeben sein muss.
Ein Blutdruckmessgerät ermittelt den systolischen und diastolischen Wert und misst den Druck beider Vorgänge. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Deutsche Hochdruckliga haben die Richt- bzw. Optimalwerte zusammengestellt. Alle Werte werden in mm und Hg angegeben.
Liegt der obere Wert unter 120, bzw. unter 139 und der untere Wert unter 80, bzw. 89, so spricht man von einem optimalen, bzw. hochnormalem Wert. Ein leicht erhöhter Blutdruck liegt dann vor, wenn der systolische Wert zwischen 140 und 159 und der diastolische Wert zwischen 90 und 99 liegen. Schwerer Bluthochdruck hat einen systolischen Wert von über 180 und einen diastolischen von über 110. In letzterem Fall wird es dauerhaft gefährlich für den Menschen.
Wichtig zu wissen ist, dass der Blutdruck nicht den ganzen Tag über gleich bleibt und natürlich Schwankungen beinhaltet. Morgens ist der Bluthochdruck am höchsten, ebenso wie in den frühen Abendstunden. Wer Unterschiede ausmachen möchte, der sollte immer zur gleichen Tageszeit messen.

Blutdruck Anwendung

Der Blutdruck wird selbst meistens am Oberarm oder häufiger auch am Handgelenk ermittelt. Wichtig für die Anwendung ist, dass beide Punkte nicht allzu weit vom Herzen entfernt liegen. Nur dann können zuverlässige Daten für die Aktivität des Herzens gemacht werden. Moderne Blutdruckmessgeräte besitzen eine elektronische Einheit und eine aufblasbare Gummimanschette. Diese wird um den Arm gelegt und mit einer kleinen Pumpe mit Luft befüllt. Solange, bis die darunterliegenden Arterien verschlossen sind. Dann reicht der Druck des Herzens nämlich nicht mehr aus, um das Blut weiter zu befördern. Ab diesem Zustand lässt man die Manschette langsam wieder der Luft entweichen. Die zusammengedrückten Arterien füllen sich jetzt wieder mit Blut. Der erste Wert stellt den systolischen Wert dar, also den höchsten. Fließt das Blut wieder vollkommen ungehindert, so erreicht man den diastolischen Wert.

Modernere Geräte messen die Schwingungen der Arterienwände. Sie dehnen sich während der Herzschläge aus, wobei sich die Schwingungen der Gefäßwände während dem Luftablassen der Manschette übertragen. Die enthaltenen Sensoren werten die Daten aus und es wird ein Schwingmuster erstellt. Dank digitaler Anzeigen wird nun einfach der korrekte Wert angezeigt und abgelesen.

Welche Messmethode ist am einfachsten?

Grundsätzlich sind alle Messmethoden nicht unbedingt schwierig, am einfachsten ist die Anwendung eines Oberarm-Blutdruckmessgerätes. Sie stellen die einfachste Lösung für Zuhause dar. Auch die Handgelenk Messgeräte sind einfach in der Handhabung und Bedienbarkeit. Sie werden einfach um das Gelenk gelegt, der Rest funktioniert vollautomatisch. Dank teils großer Displayanzeigen können die Werte unkompliziert abgelesen werden. Inzwischen gibt es sogar Geräte, welche mit dem Smartphone verbunden sind und sich die Werte auf einer App speichern lassen.

Sphygmomanometer

Sphygmomanometer messen den Blutdruck auf manuelle Art und Weise, wobei es auch hier verschiedene Methoden gibt. Generell sind diese Blutdruckmessgeräte nicht für den Heimbedarf geeignet, bzw. relativ unhandlich in der Anwendung. Sie werden nur noch von Ärzten benutzt, welche ihren Patienten ein möglichst unverfälschtes und genaues Ergebnis liefern möchten. Die Geräte für den Heimbereich sind mit digitalen Standards ausgestattet und einfach Zuhause anzuwenden.
Die Sphygmomanometer sind rein mechanische Instrumente zur Blutdruckmessung und werden zusammen mit einem Stethoskop genutzt. Natürlich kann man sich auch solche Geräte für den Heimgebrauch zulegen. Sie besitzen eine große Manschette, welche über den Arm gestülpt wird. Mittels Stethoskop kann man nun während dem Ablassen der Luft die auftretenden Verwirbelungsgeräusche hören. In Fachkreisen nennt man die auch Korotkow-Geräusche, wobei man von einer auskultatorischen Messung des Blutdrucks spricht. Bei richtiger Anwendung liefern die Sphygmomanometer verlässlichere Werte als elektronische Messgeräte, zumal geht die Messung schneller voran. Auch Ungenauigkeiten kommen nicht vor und Ärzte wissen inzwischen ziemlich gut damit umzugehen.

Blutdruckmessgerät kaufen

Wer sich ein Blutdruckmessgerät kaufen möchte, der sollte die Unterschiede in der Anwendung kennen. Zu empfehlen sind die Produkte, mit denen am Handgelenk oder Oberarm gemessen wird. Beim Kauf kann man sich an den Siegeln der Deutschen Hochdruckliga orientieren, aber auch auf andere Kennzeichen achten. Die gekennzeichneten Geräte wurden von Ärzten entweder mitentwickelt, oder aber selbst getestet. Theoretisch kann jeder Käufer auch mit seinem Messgerät zu seinem Hausarzt gehen und vergleichen lassen.

Welche Hersteller produzieren die besten Blutdruckmessgeräte?

Inzwischen haben sich viele gute Hersteller auf dem Markt von Blutdruckmessgeräten etabliert. So schnitten bislang die Boso Medicus Blutmessgeräte mit einem „gut“ ab. Auch viele Arztpraxen oder Krankenhäuser arbeiten mit diesem Hersteller. Darüber hinaus sind auch die Geräte von OMRON empfehlenswert, denn sie sind mit intelligenter Technologie ausgestattet. Darüber hinaus erkennen sie unregelmäßige Herzschläge und Körperbewegungen während der Messung. Ebenfalls gut abschneiden können die Geräte von Beurer, welche schon lange im medizinischen Sektor Gerätschaften und andere Produkte entwickeln. Beurer stellt ebenfalls innovative Messgeräte für den Blutdruck her, welche im Alltag von Laien genutzt werden können. So lassen sich die Geräte sogar per Smartphone verknüpfen.

Weitere Hersteller von Blutdruckmessgeräten:


  • Beurer Blutdruckmessgeräte und Spezialist für medizinische Produkte
  • Boso als Deutsches Traditionsunternehmen mit langer Geschichte
  • Hartmann
  • Omron mit weiterentwickelter Technologie
  • Panasonic
  • Uebe
  • Medisana
  • Sanitas


Die Qualität – Was kostet ein Blutdruckmessgerät

Was die Kosten der Blutdruckmessgeräte betrifft, so handelt es sich generell nicht um sehr teure Anschaffungen. Günstige Modelle sind bereits am 15 Euro erhältlich, beispielsweise die weniger bekannten Produkte von Sanitas. Zu empfehlen sind die Messgeräte, welche um die 30 Euro aufwärts erhältlich sind. Sie besitzen nicht nur eine zuverlässige Technologie, sondern weisen auch eine gute Qualität in Sachen Materialien auf. In der Praxis haben Kunden damit ein Produkt, welches viele Jahre lang treue Ergebnisse liefert.
Was diverse Stichproben angeht, so konnten aber auch günstige Messgeräte von Uebe, welche es in den Apotheken zu kaufen gibt, überzeugen. Grundlegend aber überzeugen eher die hochpreisigeren Geräte, denn nur sie liefern präziseste Ergebnisse in Kombination mit einer guten Bedienbarkeit und Handhabung.

Der Kauf – Wo kauft man die besten Blutdruckmessgeräte?

Theoretisch steht es einem jeden frei, wo genau man sein Blutdruckmessgerät kauft. In den Apotheken erhält man neben einem freundlichen Service, auch noch eine umfassende Beratung bei Fragen oder Unklarheiten. Diesen bezahlt man allerdings auch, sodass oft gleiche Geräte im Onlinehandel günstiger sind. So empfiehlt es sich natürlich, die Möglichkeiten des Onlinekaufes wahrzunehmen. Bei Nichtgefallen lassen sich so auch sämtliche Käufe rückgängig machen, bzw. das Gerät bei einem Defekt oder einer Umentscheidung einfach per Postweg zurücksenden.
Was die Hersteller betrifft, so sollte man sich umfangreich über die genannten Marktführer informieren. So erhält man einen guten Eindruck über Philosophie und Wissen der einzelnen Marken. Nicht alle haben ausschließlich mit Blutdruckmessgeräten zu tun.

Blutdruckmessgerät Geschichte

Der erste, je gemessene Blutdruck, stammt von einem englischen Physiologen namens Stephan Hales. Dank ihm ist die Messung des Blutdruckes heute überhaupt möglich, was ein großes Stück Fortschritt in der Medizin einbrachte. Heute stellt die Blutdruckmessung sogar die am häufigsten durchgeführte Untersuchung dar. Zurück reicht sie bis ins 18. Jahrhundert nach England. Hales maß den Blutdruck erstmals im Jahre 1713. Dort beschrieb er bereits die Variablen Arten der Werte und das die Ergebnisse je nach Atmung und Umstände schwanken würden.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte ein Italiener namens Scipione Riva-Rocci eine Methode, die keine invasiven, blutigen Messungen erforderlich machten. 1896 gab es erstmals ein Blutdruckmessgerät in Form einer Oberarmmanschette. Genutzt hatte man dafür einen Fahrradschlauch, später stieg man auf Gummimanschetten um. Riva-Rocci stoppte den Blutfluss im Oberarm, bis der Puls am Handgelenk nicht mehr tastbar war. Beim Ablassen der Luft bestimmte er den Moment, in dem der Puls wieder einsetzte. So maß er den heute sogenannten systolischen Blutdruck. Dass heute auch der diastolische Wert ermittelt werden kann, ist dem Militärarzt Nikolai Sergejev Korotkoff zu verdanken. Er nahm zusätzlich die Verwirbelungsgeräusche per Stethoskop auf, um einen zweiten Wert zu erhalten. 1905 entwickelte Korotkoff seine Methode in Petersburg weiter und machte sie zum Teil seiner Doktorarbeit.
Während dem Krieg Japan-Russland behandelte er viele Soldaten mit Schussverletzungen und konnte herausfinden, dass beim Lösen der abgebundenen Adern verschiedene Geräusche zustande kamen. Dies konnte man bis heute, trotz einiger Test Analysen  allerdings nicht wirklich nachvollziehen.
Das erste Gerät, also ein Sphygmograph, produzierte und entwickelte Etienne-Jules Marey im 19. Jahrhundert. Dies ging schließlich über Frankreich nach Amerika und Großbritannien heraus. Mit diesem Gerät war es möglich, die Ergebnisse graphisch zu dokumentieren. Allerdings konnte man die absolute Blutdruckhöhe noch nicht bestimmen. Dennoch war es möglich, den mittleren Blutdruck zu bestimmen. Erst seit den 60er Jahren können Druckschwankungen während der Kompression per Computer ausgewertet werden. Dies macht die Blutdruckmessung heutzutage so zuverlässig. Gesprochen wird auch von einer oszillometrischen Messung, wie sie bei automatisierten Blutdruckmessgeräten immer noch verwendet wird.
Die Selbstmessung wird heute und folglich auch in Zukunft von der Deutschen Hochdruckliga empfohlen.  Standardisierte Messungen auf immer den gleichen Grundlagen und Bedingungen machen die Blutdruckmessungen zuverlässig und aussagekräftig. Diese Messungen und Vorgehensweisen werden mittels Schulungen für medizinisches Fachpersonal  übermittelt. Auf www.hochdruckliga.de können auch Sie sich die Liste der besten Geräte mit Prüfsiegel ansehen.

Blutdruckmessgerät Vor- und Nachteile

Menschen mit einem hohen Blutdruck sollten täglich ihre Werte messen und überprüfen. Einen Arzt ersetzen die automatisierten Blutdruckmessgeräte natürlich nicht. Dennoch lohnt sich die Anschaffung eines Messgerätes für die Nutzung am Handgelenk oder Oberarm. Beide Methoden haben jeweils Vor- und Nachteile.

Oberarm Blutdruckmessgeräte – analoge Messung

Analoge Blutdruckmessgeräte für den Oberarm kommen meist in Arztpraxen oder ambulanten Pflegediensten vor. Sie bestehen aus einer Manschette und einem Messgerät. Die Methode ist sehr genau und kann im Vergleich flexibel Anwendung finden. Für die Messung selbst legt man die mit einem Ventil ausgerüstete Gummimanschette am Oberarm an und verwendet den daran hängenden Pumpball.

Vorteile:

  • Moderne Oberarmmessgeräte mit genauem Messpunkt auf Herzhöhe
  • Exakte Messungen mit nur wenigen Fehlern möglich
  • Manschetten individuell anpassbar und für jeden nutzbar

Nachteile:

  • Gekonnte Ausführung, muss meist erlernt werden
  • Zweite Person von Vorteil
  • Höherer Anschaffungspreis

Digitales Blutdruckmessgerät – Messungen am Handgelenk

Blutdruckmessgeräte für die Handgelenke verbinden Gerät und Manschette direkt. Wer den Blutdruck messen will, der braucht die Manschette nur noch am Handgelenk befestigen. Die dort verlaufenden Gefäße übermitteln dem Gerät direkt die Daten, vollautomatisch und ziemlich genau. Allerdings kommt es bei diesen Methoden häufiger zu Ungenauigkeiten, vergleicht man sie mit einem Oberarmmessgerät.

Vorteile:

  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Display-Anzeige für Puls und Blutdruck
  • Einfache Handhabung

Nachteile:

  • Messfehler möglich
  • Empfindliche Technik

Wer sich entscheiden muss, der orientiert sich an seinen eigenen Bedürfnissen. Wer noch keinerlei Probleme mit seinem Blutdruck hat und lediglich vorbeugend kontrollieren möchte, der kann sich digitale Blutdruckmessgeräte zulegen. Wer allerdings bereits im Risikobereich liegt und aufgrund ärztlicher Anweisung tägliche Kontrollen durchführen muss, der sieht sich besser nach einem Langzeitblutdruckmessgerät um oder erlernt die Verwendung von einem  manuellen Blutdruckmessgerät. Alles in allem ist jedoch immer auf etwaige Prüfsiegel, Empfehlungen und Testergebnisse zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Wo bekomme ich Blutdruckmessgeräte zu kaufen?

Grundsätzlich kann man Blutdruckmessgeräte überall kaufen, beispielsweise in der Apotheke oder in einem Fachshop für medizinische Geräte. Darüber hinaus bieten teilweise sogar Discounter diverse Produkte an, mit denen man den Blutdruck messen kann. Auch Pulsoximeter sind beliebt. Inzwischen gibt es gute Beratungen und ausführliche Beschreibungen und Angebote auch im Internet, wo namhafte Hersteller sogar preisgünstiger verkaufen können. Es lohnt sich also der Blick in den Onlineshop unter der Rubrik Blutdruckmessgerät.

Blutdruckmessgerät – welche Werte sind normal?

Ideal ist ein Wert zwischen 120 – 80 bei Erwachsenen. Niedrigere Werte gelten als optimal. Hypertonie, also Bluthochdruck, bedeutet einen Wert ab 140/90 mm Hg. Unter 105 zu 65 mm Hg bedeutet einen zu niedrigen Blutdruck. Kurzfristige Schwankungen sind normal, je nach körperlicher Belastung, seelischer Erregung oder Kaffeekonsum und anderen Faktoren.

Blutdruckmessgerät – welche Bedeutung hat SYS?

SYS bei der Blutdruckmessung bedeutet systolisch, einer Phase, die durch das Zusammenziehen des Herzens das Blut in den Kreislauf pumpt. DIA bedeutet in diesem Zusammenhang diastolisch und beschreibt den umgekehrten Prozess von SYS.

Welches Blutdruckmessgerät ist das Beste?

Bestsellerlisten im Internet gibt es viele. Stiftung Warentest lies das Blutdruckmessgerät von Homedics, AEG, Visocor oder Medisana mit sehr guten Noten abschneiden. Aber auch Boso, Omron oder Panasonic erhielten stets gute Bewertungen. Generell sollte man das für sich persönlich beste Gerät ausfindig machen, um etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun. Ein Vergleich unter den Geräten lohnt sich aber vorab.

Was bedeuten die Werte auf meinem Blutdruckmessgerät?

SYS steht für systolisch, also den oberen Wert. DIA steht für den unteren Wert und für diastolisch. PUL gibt den Puls an. MmhG bedeutet Millimeter Quecksilbersäule. Hg ist in diesem Zusammenhang das Kürzel für Quecksilber, ein Element, welches schwerer als Wasser ist.

Handgelenk oder Oberarm – welches Messgerät ist besser?

Oberarm-Messgeräte befinden sich näher am Herzen und liefern meist unverfälschte und präzisiere Ergebnisse. Handgelenkmessgeräte lassen Fehler und Schwankungen zu, sind aber in der Handhabung einfacher.

Wie funktionieren Blutdruckmessgeräte?

Blutdruckmessgeräte messen den Druck im Blut, der beim Zusammenziehen und Lösen des Herzmuskels entsteht. Blutdruckmessgeräte übermitteln diesen Druck und geben die erlesenen Werte in mmHg wieder.

Wie oft muss ich mein Blutdruckmessgerät eichen?

Generell sollten die Geräte alle zwei Jahre überprüft werden und professionell geeicht werden. Nur so stellt ein Blutdruckmessgerät weiterhin zuverlässige Werte zur Verfügung.

Funktioniert mein Blutdruckmessgerät wie beim Arzt?

Theoretisch sollten die Heimgeräte die gleichen Werte übermitteln, die ein Arzt bei seinen Untersuchungen ermittelt. Abweichungen entstehen jedoch je nach Uhrzeit der Untersuchung und anderen Faktoren.

Wer ist der Erfinder des Blutdruckmessgerätes?

Scipione Riva Rocci erfand 1896 eine pneumatische Armmanschette für Blutdruckmessgeräte. Der italienische Mediziner war gleichzeitig Pathologie und Kinderarzt und starb 1937.

Warum muss das Blutdruckmessgerät auf Herzhöhe liegen?

Das Herz ist der Taktgeber – auch bei der Messung des Blutdrucks. So sollte sich die Messung tatsächlich in der Nähe des Herzens befinden. Oberhalb der Herzhöhe können die Werte zu niedrig sein, darunter zu hoch.

Warum nutzt man bei Blutdruckmessgeräten Quecksilber und kein Wasser?

In Deutschland sind Blutdruckmessgeräte mit Quecksilber nicht mehr erlaubt, da Quecksilber giftig ist. Dennoch stellen Messungen hier genauere Ergebnisse dar, ein besonderer Vorteil den manuellen Geräten gegenüber.

Gibt es eine Blutdruckmessapp?

In den verschiedensten App-Stores findet man zahlreiche Apps, die mit entsprechenden Geräten gekoppelt werden können. Sie dienen meist der Aufzeichnung der gemessenen Werte und geben gleichzeitig an, wenn der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist. Auch speichern die Apps die Werte über einen langen Zeitraum hinweg und liefern möglicherweise gute Hinweise bei ärztlichen Kontrollen.

Wie misst man den Blutdruck bei Hunden und Katzen?

Tierärzte und Tierarzthelferinnen nutzen in der Regel indirekte Methoden, um den Blutdruck zu kontrollieren. Angelegt wird auch hier eine aufblasbare Manschette, meist um das Bein oder den Schwanz des Tieres. Der Vorgang ist ähnlich wie bei der menschlichen Messung. Bei der direkten Blutdruckmessung des Tieres wird eine Nadel mit einem Katheter in die Arterie eingeführt. Hierbei sind allerdings auch Risiken im Spiel, sodass diese Methode nur selten Anwendung findet.

Wie kann ich den Blutdruck bei Kindern messen?

Kinder haben meist einen etwas höheren Blutdruck, auch sind diese oft aktiver, häufiger nervös, aufgeregt. Die Werte schwanken demnach. Gemessen wird jedoch auf die übliche Art und Weise. Ein hoher Blutdruck auf langfristige Sicht ist hingegen immer ein eher negatives Zeichen. Eltern sollten auf eine gesunde Ernährung und viel Bewegung achten, um Defizite in jungen Jahren ausgleichen zu können.